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Der Preis, benannt nach einem der bedeutendsten tschechischen Bohemisten, Germanisten und Förderer der sogenannten „Germanoslavica“, Otokar Fischer (1883-1938), ist mit 1.000,- € dotiert. Der Preis wird eins an deutschschreibende Autor*innen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich für eine herausragende Forschungspublikation zur bohemistischen Thematik, eins an deutsch- oder tschechischschreibende Autor*innen für eine herausragende Forschungspublikation zur germanobohemistischen Thematik vergeben, die in den letzten zwei Jahren veröffentlicht wurde, und zwar aus den Bereichen Literatur, Musik, bildende Kunst, Theater, Film, Architektur sowie tschechische Kultur und Kulturgeschichte im weitesten Sinne. Dazu zählen auch Arbeiten, die die Literatur und Kultur der Deutschböhmen oder den deutsch-tschechischen Kulturtransfer erforschen, oder aber kommentierte Editionen. Der Preis ist eine einmalige Initiative auf dem Gebiet der deutsch-tschechischen Beziehungen. Sein Ziel ist es, deutschsprachige und tschechische (Germano)Bohemisten zu unterstützen, den Dialog zwischen der tschechischen und der deutschen Bohemistik und die germanobohemistische Forschung zu stärken, und dadurch die Kulturgeschichte der deutschsprachigen Bevölkerung in den böhmischen Ländern auf beiden Seiten bekannter zu machen.

 

Nach der Veröffentlichung der nominierten Arbeiten auf den Webseiten von IPSL und AVS trifft sich am 9. April 2020 eine Fachjury, die sich aus insgesamt acht Mitgliedern aus der Tschechischen Republik, Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammensetzt und die über die Vergabe entscheidet. Die feierliche Preisverleihung findet am 29. Oktober 2020 im Prager Goethe Institut statt, wo den Preisträger*innen der von Christina Habermann gestalteter Preis überreicht wird. Die ausgezeichneten Arbeiten werden im Anschluss in öffentlichen Vorlesungen präsentiert.  Einsendeschluss für Vorschläge ist der 21. Februar 2020.

 

Die Preisverleihung wird begleitetet von einer breitangelegten Publikations- und Werbekampagne. Kürzere und längere Auszüge der ausgezeichneten Arbeiten werden auf der online-Plattform e*forum und in Fachzeitschriften veröffentlicht.

 

Die Vergabe des Preises richtet sich nach den Statuten des Otokar-Fischer-Preises.

 

Das Projekt ist durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, Magistrat der Stadt Prag und Ministerium für Kultur der Tschechischen Republik unterstützt.