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Der Otokar-Fischer-Preis hebt die bedeutendsten deutschen Anregungen zur Bohemistik und der tschechischen Kulturforschung hervor. Der Preis wird von einer deutsch-tschechischen Jury an Deutsch schreibende AutorInnen vergeben für eine außergewöhnliche Publikationsleistung auf dem Gebiet bohemistischer Forschung im weiteren Sinne, d. h. auf dem Gebiet der tschechischen Literaturgeschichte, Sprachwissenschaft, Kunstgeschichte, Architektur, Theater, Musik oder Film etc. Es wird vorausgesetzt, dass der Forschungsgegenstand „tschechisch“ in einem territorialen, keineswegs nur sprachlichen Sinne ist: Ausgezeichnet werden können gleichermaßen Arbeiten zu Literatur und Kultur der Deutschböhmen wie Studien, die sich dem Kulturtransfer zwischen beiden Ethnien widmen.

 

Für den Otokar-Fischer-Preis können gelungene Arbeiten von deutschen BohemistInnen und SlawistInnen vorgeschlagen werden, die im vergangenen Jahr erschienen sind. Die Auszeichnung hat keinen finanziellen, sondern symbolischen Charakter. Der Otokar-Fischer-Preis wird in Anwesenheit des Preisträgers / der Preisträgerin sowie der Jury im Prager Goethe Institut überreicht.

 

Der Sinn des neuen Preises liegt v. a. darin, insbesondere junge deutsche BohemistInnen, GermanobohemistInnen und SlawistInnen in ihrem langfristigen Interesse an der tschechischen Kultur zu bestärken und dadurch zu ermöglichen, neue fachliche und zwischenmenschliche Beziehungen zu knüpfen. Der Preis, benannt nach Otokar Fischer, einem der bedeutendsten tschechischen Bohemisten und Germanisten, einem Förderer der Etablierung des Fachs der sogenannten „Germanoslavica“, ist ebenso gedacht als Geste der Unterstützung wie Anerkennung der deutschen Bohemistik, die sich langfristig mit der drohenden Streichung von Arbeitsstellen und ganzen Instituten konfrontiert sieht.

 

Das Hauptziel der Auszeichnung deutscher Arbeiten ist es jedoch, das Bewusstsein über deutsche bohemistische Forschung zu erhöhen und ihre kontinuierliche Vermittlung ins tschechische Umfeld zu stärken: Mit der Verleihung des Otokar-Fischer-Preises an einen deutschen Forscher / eine deutsche Forscherin in Prag ist ein öffentlicher Auftritt sowie die Publikation eines größeren Ausschnitts oder einer eigenständigen Vorlesung in tschechischer Übersetzung verbunden.

 

Die Vergabe des Preises richtet sich nach den Statuten des Otokar-Fischer-Preises.

 

Das Projekt des Instituts für Literaturforschung ist durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, Magistrat der Stadt Prag und Ministerium für Kultur der Tschechischen Republik unterstützt.