Aktuelles im IPSL
Rudolf Illový (10. 4. 2026)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums stellt Václav Petrbok den Text Pražští němečtí básníci [Prager deutsche Dichter] und seinen Autor – den Publizist, Literaturhistoriker, Dichter und Übersetzer Rudolf Illový (1883–1944) vor: „Illový hat die besondere Einbildungskraft der Prager deutschen Autoren – ihre Faszination für das Fantastische und Bizarre – richtig erkannt, interpretiert sie jedoch als Verzerrung der Realität und nicht als ästhetisches Programm der Moderne.“
Petr Mareš schreibt über das Buch Vielsprachigkeit der Sprache (19. 3. 2026)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Petr Mareš über den Sammelband Vielsprachigkeit der Sprache. Mehrsprachigkeit in den slavischen Literaturen (Tübingen: Narr Francke Attempto, 2025), herausgegeben von Anja Burghardt und Eva Hausbacher: „Von besonderer Bedeutung sind die theoretischen und methodologischen Rahmenbedingungen, die die Autoren anwenden und damit auch deren Anwendbarkeit testen. Als angemessener Ausgangspunkt erscheinen Bachtins Polyphonie und Dialogizität, die die Heterogenität der Stimmen, Pluralität und Polyvalenz betonen, aber auch neu entwickelte Konzepte der interkulturellen Literaturwissenschaft oder der postkolonialen Studien.“
Mirek Němec schreibt über zwei Bücher, die der Persönlichkeit Louis Fürnbergs gewidmet sind (25. 2. 2026)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Mirek Němec über zwei Veröffentlichungen der Jenaer Germanisten Ulrich Kaufmann und Harald Heydrich, die der Persönlichkeit Louis Fürnbergs gewidmet sind („Hier ist ein Dichter, hört nur!“ Louis Fürnberg. Texte zu Leben und Werk [2021] und Das schöne Weimar? Louis Fürnbergs letzte Jahre [2022]): „Beide Herausgeber erklären in ihren Vorworten zu beiden Bänden, sie seien bestrebt, das spezifische Werk und die Tragödie des Lebens von Louis Fürnberg in dessen ,widersprüchlicher Ganzheit‘ zu beleuchten und auf die ganze Bandbreite der Probleme und Konflikte hinzuweisen, in die er während seines Lebens verwickelt war. Das ist sicherlich ein begrüßenswertes und lobenswertes Vorhaben, das jedoch nicht leicht zu verwirklichen ist.“
Lenka Vodrážková schreibt über das Buch von Libuše und Vladimír Spáčil (23. 1. 2026)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Lenka Vodrážková über das Buch von Libuše Spáčilová a Vladimír Spáčil Jindřicha Polana olomoucký Soudní řád z roku 1550. Příspěvek k poznání sasko-magdeburského práva na severní Moravě [Die Olmützer Gerichtsordnung von Heinrich Polan aus dem Jahre 1550. Ein Beitrag zur Erforschung des sächsisch-magdeburgischen Rechts in Nordmähren] (Olomouc, 2024): „Die zweibändige Monografie, deren Autoren im Bereich der kritischen Edition historischer Quellen für qualitativ hochwertige und seriöse wissenschaftliche Arbeit stehen, bietet einen vielschichtigen Blick auf die Rechtsgeschichte der Stadt Olmütz.“
Václav Maidl schreibt über das Buch Sto let jedné židovské rodiny na českém venkově (8. 1. 2026)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Václav Maidl über das Buch Sto let jedné židovské rodiny na českém venkově [Hundert Jahre einer jüdischen Familie auf dem tschechischen Land] (Praha, Karolinum, 2022): „Der Persönlichkeit von Karl Abeles kann man sich in dieser Publikation aus drei Perspektiven nähern. Die erste Perspektive bietet die Einleitung von Kateřina Čapková, die sein individuelles Schicksal mit den historischen Prozessen der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kontextualisiert […]. In der zweiten Perspektive wird Abeles in den Erinnerungen seiner Tochter dargestellt, und die dritte Perspektive entsteht im Kopf des Lesers selbst aus dem, was die Briefe über den Verfasser aussagen. In allen drei Perspektiven erscheint Karl Abeles als entschlossener, tatkräftiger Mann, der das wirtschaftliche und politische Geschehen verfolgt.“



















