Aktuelles im IPSL

Olga Kovaříková schreibt über Friedrich Feigl (6. 12. 2017)

Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums stellt Olga Kovaříková eine Publikation zur Persönlichkeit des Malers und Graphikers Friedrich Feigl vor, die von dem amerikanischen Kunsthistoriker Nicolas Sawicki herausgegeben wurde. „Der Wert dieser Monografie besteht vor allem darin, dass sie vier verschiedene, resümierende Sichtweisen auf einen Künstler und Weltenbummler von deutsch-tschechisch-jüdischer Herkunft und großem Organisationstalent bietet, der sich durch eine faszinierende Persönlichkeit und bewunderungswürdige Anpassungsfähigkeit an sein Umfeld auszeichnete, gleichzeitig jedoch sonderbar resistent war gegen die Wandlungen seiner Zeit (und dies nicht nur in künstlerischer Hinsicht).“

Steffen Höhne schreibt über den Prager Kreis (22. 11. 2017)

Der neue Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums widmet sich der literaturwissenschaftlichen Dissertation Operation Literatur. Zur Interdependenz von literarischem Diskurs und Schmerzdiskurs im ‚Prager Kreis‘ im Kontext der Moderne. Sandy Scheffler ist die Autorin der Veröffentlichung aus dem Jahre 2016, deren Gegenstand die Funktion von Schmerz in Beziehung zur Literatur ist. „Es geht der Verfasserin dabei, wie es in der Einleitung heißt, um die Essenz des Schmerzes im literarischen Text (S. 11), also um eine Analyse von Charakteristika des Schmerzes bzw. eine Rekonstruktion des den literarischen Text beeinflussenden Schmerz-Diskurses und dessen (intendierte) Wirkung auf die Rezipienten (S. 10). Schmerz und die Auseinandersetzung mit ihm sind dabei kulturhistorisch und kontextuell determiniert (S. 12) bzw. nur im Kontext von Kultur und Zeit erfahrbar (S. 28), was insbesondere eine literaturwissenschaftliche Analyse als schlüssig erscheinen lässt, der es um die jeweiligen den Schmerz repräsentierenden Erzählstrategien, um die Funktionen des Schmerzes und um das Wissen und die Bedeutung von Schmerz in den Texten geht (S. 16).“

Petr Brod schreibt über Das deutschsprachige Prag (8. 11. 2017)

Der neue Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums befasst sich mit dem Band Das deutschsprachige Prag (DP), der Ende letzten Jahres vom Adalbert Stifter Verein herausgegeben wurde, im Kontext mit der tschechischen Publikation von 2014 Německy mluvící Praha. Galerie osobností (NMP). [Das deutschsprachige Prag. Eine Galerie der Persönlichkeiten.] „Das NMP ist ein kollektives Werk von etwa fünfzig Schülerinnen und Schülern des Prager Gymnasiums Na Zatlance, die sich unter Anleitung ihres Lehrers Radek Aubrecht längere Zeit mit der Rolle der Deutschen in der tschechischen Gesellschaft ab dem 18. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges beschäftigt haben. Aus den gewonnenen Erkenntnissen erarbeiteten sie Texte, die sie in der zweigeteilten Publikation zusammenfassten: zum einen in einem dreißigseitigen narrativen Einleitungskapitel über Das Leben der deutschen Gemeinschaft, zum anderen im 220-seitigen Biografischen Lexikon. Herausgegeben wurde der Band vom Gymnasium selbst, in Kooperation mit dem Prager Franz-Kafka-Verlag [Nakladatelství Franze Kafky] und mit finanzieller Unterstützung einiger Geldgeber, unter anderem des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.“

Michal Topor schreibt über zwei Bücher zu Robert Musil (25. 10. 2017)

Der aktuelle Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums soll „auf zwei 2014 vom Kitab-Verlag Klagenfurt-Wien herausgegebene Bücher aufmerksam machen: zwei Untersuchungen, welche die bisher weniger reflektierten Hintergründe sowie die Residuen von Musils Schaffensbahn aufdecken, dazu noch – vor allem im ersten Fall – mit einem böhmischen, bzw. mährischen Schwerpunkt.“ Es handelt sich um Karl Corino: Begegnung dreier Berggipfel. Alfred, Alois a Robert Musil und Regina Schaunig: Der Dichter im Dienst des Generals. Robert Musils Propagandaschriften im Ersten Weltkrieg.

Michal Topor zum neuen Direktor des IPSL ernannt (17. 10. 2017)

Neuer Leiter des Instituts für Literaturforschung ist seit kurzem der Literaturhistoriker und Herausgeber Michal Topor. Mit dem Institut arbeitet er schon seit seinen Anfängen zusammen, er bereitete in seinem Rahmen die Monografie Berlínské epizody (Berliner Episoden, 2015) und die Anthologie Čtení o Jaroslavu Vrchlickém (Lesung über Jaroslav Vrchlický, 2014) vor, z. Z. beendet er eine Monografie über Arne Laurin. Als Direktor des IPSL löst er Eva Jelínková ab, die das Institut seit seiner Gründung im Jahre 2010 führte. Der Verwaltungsrat des IPSL nahm den Rücktritt der bisherigen Direktorin an und ernannte Michal Topor am 2. Oktober 2017, seinem Versammlungstag, zum neuen Direktor.

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