Aktuelles im IPSL

Pavel Novoný schreibt über die Übersetzung von zwei Prosatexten Melchior Vischers (15. 6. 2022)

Im neuesten Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums beschäftigen wir uns mit der Übersetzung von den Prosatexten Sekunde durch Hirn und Der Hase von Melchior Vischer, die Viktorie Hanišová ins Tschechische übertrug und die 2021 im Academia-Verlag erschienen. „Jede Seite der Übersetzung legt Zeugnis ab über eine sorgfältig geleistete Arbeit, dies ergänzt auch das fundierte, biographisch- und interpretationsorientierte Vorwort von Radim Kopáč und Viktorie Hanišová. Und die stilvolle Buchausstattung sollte auch nicht unerwähnt bleiben. Summa summarum: es ist eine Freude, die tschechischen Übersetzungen ausgewählter Texte von Melchior Vischer zu lesen, wobei es sich zugleich um eine sehr anspruchsvolle Lektüre handelt, die man mehr als einmal wagen sollte.“

Václav Petrbok schreibt über das Sammelband zur tschechischen und deutschsprachigen Literatur (2. 6. 2022)

Im neuesten Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums stellt Václav Petrbok das Buch Vorstellungen vom Anderen in der tschechisch- und deutschsprachigen Literatur vor, das Petra James und Helga Mitterbauer 2021 in Berlin herausgaben. „Neben einer breiten Auswahl von methodologischen Perspektiven (postkoloniale Studien, Kulturtransfer, Übersetzungstheorie in soziokultureller Perspektive) begegnet der Leser in der Publikation auch einer großen Vielfalt an analysierten, sowohl auf tschechisch als auch auf deutsch verfassten Werken. Die Herausgeberinnen erklären im Vorwort ihr Ziel, anhand von ‚elf Fallbeispielen […] wesentliche Meilensteine dieser /deutsch-österreichisch-tschechischen/ Relationen [vom 19. Jh. bis zum 21. Jh. zu] beleuchten‘.“

Ladislav Futtera schreibt für den Vormärz (18. 5. 2022)

Im neuesten Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums stellt Ladislav Futtera die umfangreiche Publikation mit dem Titel Vormärz-Handbuch vor, die Norbert Otto Eke editierte und die 2020 im Verlag Aisthesis erschien. „Im Einklang mit dem Charakter der Gattung (Handbuch) bietet die Publikation in der Funktion als Nachschlagwerk elementare Einsicht in die Epoche sowie einen Überblick zum aktuellen Forschungsstand und ist in kurze Kapitel gegliedert, die fünf kompakte Abteilungen bilden. Ein verhältnismäßig knapper historischer Abriss mit dem aussagekräftig formulierten Titel Das Zeitalter der Revolution(en) thematisiert die wichtigsten geschichtlichen Umwälzungen sowie politische Bewegungen zwischen 1815–1848 im deutschsprachigen Raum. Im Fokus der Aufmerksamkeit liegt die Revolution von 1848/49, der sich drei Teilkapitel widmen (jeweils ein Kapitel zur Revolution selbst, über die Achtundvierziger sowie über die Frankfurter Nationalversammlung).“

Kamil Činátl schreibt über Geschichtsbildung (4. 5. 2022)

Der neueste Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums ist der Publikation mit dem Titel Deutsche, Tschechen und Slowaken im 20. Jahrhundert gewidmet, die das Historiker*innenkollektiv unter der Führung von Martin Schulze Wessel, Miloš Řezník und Dušan Kováč herausgab. Das Buch erschien im Jahre 2020 im Wochenschauverlag in Frankfurt am Main. „Es handelt sich um eine relativ umfangreiche Anthologie von überwiegend Textquellen zur Geschichte des 20. Jahrhunderts, die in sechs chronologische Abteilungen gegliedert ist. Jedes Kapitel besteht aus einem historiographischen Deutungstext, einer kurzen Zusammenfassung didaktischer Vorgehensweisen und aus Quellen, die von einem knappen informativen Text eingeleitet werden.“

Štěpán Zbytovský schreibt über die Prager deutsche Literatur (21. 4. 2022)

Der neueste Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums stellt die Dissertation von Adéla Grimes mit dem Titel Neusachliche Verhaltenslehren in der Prager deutschen Literatur vor, die im Verlag der Palacký-Universität in Olomouc im Jahre 2020 erschien. „Wenn das Buch die These vertritt, dass die Neue Sachlichkeit aus dem Gesamtbild der deutschen Literatur in Böhmen oder der „Prager deutschen Literatur“ verdrängt worden sei, dann wäre es angebracht im Fazit zu diskutieren, auf welche Weise sich dieses Gesamtbild nach der Einbeziehung der neusachlichen Werke nun verändern würde. Das Fazit beschränkt sich jedoch auf eine (übrigens übersichtliche und hilfreiche) Zusammenfassung der Interpretationen der einzelnen Romane und die Empfehlung weiterer, die sich in die Neue Sachlichkeit der böhmischen Länder eingliedern ließen. Die einzelnen Studien zu Roedl, Natonek und Kornfeld verdienen jedoch Aufmerksamkeit, ebenso wie die behandelten Romane selbst, und beweisen u. a. die enge (wenn auch teils kritisch ausgerichtete) Bindung des Werks dieser Autoren an den literarischen Diskurs in Deutschland.“

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