Aktuelles im IPSL

Filip Charvát schreibt über das literarische Prag (23. 9. 2020)

Im aktuellen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums befasst sich Filip Charvát mit der Anthologie von Übersetzungen aus der tschechischen Nachkriegsliteratur Prag. Eine literarische Einladung (ed. Petra Knápková).

Manfred Weinberg schreibt über die literarische Projektion Zentraleuropas (9. 9. 2020)

In dieser Woche bringen wir im Rahmen des deutsch-tschechischen E*forums einen Beitrag von Manfred Weinberg zum Buch von Moritz Csáky mit dem Titel Das Gedächtnis Zentraleuropas. Kulturelle und literarische Projektionen auf eine Region. „Vielmehr ist die Reflexion über die komplexen sozial-kulturellen Befindlichkeiten und über die zuweilen krisenhaften kulturellen Prozesse in Zentraleuropa auch von einer allgemeinen gesellschaftlichen Relevanz. Denn das von Pluralitäten, Differenzen und Heterogenitäten dominierte Zentraleuropa erweist sich als ein Versuchsfeld, das die Sicht auf analoge gesellschaftliche Problemfelder in der Gegenwart zu schärfen und von daher auch zu möglichen Deutungen von solchen analogen globalen kulturellen Prozessen beizutragen vermag.“ (S. 350)

Das Jahrbuch E*Forum 2019 (8. 9. 2020)

Auf der IPSL-Webseite finden sie neu das Jahrbuch mit allen 2019 veröffentlichten Beiträgen des tschechisch- sowie  deutschsprachigen Zweigs des E*Forums.

Franz Adam schreibt über Josef Mühlberger (26. 8. 2020)

Im neuesten Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums befasst sich Franz Adam mit der Dissertation Die homoerotische Camouflage im literarischen Werk Josef Mühlbergers von Lukáš Motyčka, die 2016 im Wiener Lit-Verlag erschien. „‚Sexualität‘ im Allgemeinen und ‚Homosexualität‘ im Besonderen sind in literarischen Texten kulturabhängige und mehr oder weniger tabuisierte Größen, die sich häufig in narrativen Verfahren der codierten Kommunikation – der Verschleierung, der uneigentlichen Rede, der Camouflage – manifestieren. Motyčka untersucht ihre Spuren bei Mühlberger mit einem textanalytischen Ansatz, dem er präzise methodologische Vorüberlegungen voranstellt. Dabei legt er Heinrich Deterings Begriff der ‚homoerotischen Camouflage‘ zugrunde.“

Sabine Voda-Eschgfäller schreibt über August Gottlieb Meißner (12. 8. 2020)

Der aktuelle Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums befasst sich mit der Dissertation Erfunden von mir selbst ist keine einzige dieser Geschichten“. August Gottlieb Meißners Fallgeschichten zwischen Exempel und Novelle von Sarah Seidel. „Stringent analysierend entfalten sich die Fallgeschichten in der Argumentation Seidels als unterhaltende, belehrende und dabei stets moralisierende Texte. (Auf S. 37 stellt die Autorin übrigens Vermutungen darüber an, ob vielleicht gerade der Umstand, dass Meißner poetologisch so stark der Spätaufklärung verbunden war, dazu beigetragen habe, ihn so schnell obsolet werden zu lassen – was durchaus einleuchtet.) Dabei oszillieren sie zwischen Singularität und Exemplarität sowie zwischen Geschichtsschreibung und Dichtung und lassen Seidel die diskussionswürdige, epochenübergreifende Frage aufwerfen, wie es eigentlich insgesamt um die Erforschung der Faktizität literarischer Texte bestellt sei.“

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