Aktuelles im IPSL

Michal Topor zum neuen Direktor des IPSL ernannt (17. 10. 2017)

Neuer Leiter des Instituts für Literaturforschung ist seit kurzem der Literaturhistoriker und Herausgeber Michal Topor. Mit dem Institut arbeitet er schon seit seinen Anfängen zusammen, er bereitete in seinem Rahmen die Monografie Berlínské epizody (Berliner Episoden, 2015) und die Anthologie Čtení o Jaroslavu Vrchlickém (Lesung über Jaroslav Vrchlický, 2014) vor, z. Z. beendet er eine Monografie über Arne Laurin. Als Direktor des IPSL löst er Eva Jelínková ab, die das Institut seit seiner Gründung im Jahre 2010 führte. Der Verwaltungsrat des IPSL nahm den Rücktritt der bisherigen Direktorin an und ernannte Michal Topor am 2. Oktober 2017, seinem Versammlungstag, zum neuen Direktor.

Martina Niedhammer schreibt über Leopold Kompert und seine „Ghettogeschichten“ (11. 10. 2017)

Im neuesten Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums widmet sich Martina Niedhammer der Dissertation von Ingrid Steiger-Schumann Jüdisch‑christliche Liebesbeziehungen im Werk Leopold Komperts. Zu einem Zentralmotiv des böhmisch‑jüdischen Schriftstellers (1822–1886). „Steiger-Schumanns Ansatz, Komperts Umgang mit interreligiöser Partnerwahl und Ehe und damit Fragen nach dem Wandel jüdischen Selbstverständnisses in das Zentrum ihrer Studie zu rücken, war Anfang der 1980er Jahre äußerst innovativ. Die Notwendigkeit dieser und ähnlicher Forschungsfragen unterstreicht nicht zuletzt ein Brief Gershom Sholems an Steiger-Schumann vom Oktober 1981. Darin erteilt er einer positiven Deutung des Kompertschen Lebensmodells, wie es Ingrid Steiger-Schumann aus dessen Texten heraus entwickelt – eine Annäherung an die nichtjüdische Umgebung bei gleichzeitigem Fortbestehen einer jüdischen Bindung –, aus der Perspektive der Shoah freilich eine Absage.“

Symposium zu Arnošt Kraus (5. 10. 2017)

In der Zeit vom 5. bis 6. Oktober findet in den Räumlichkeiten der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität Prag unter Mitwirkung von Herder Forschung Marburg, dem Institut für Germanische Studien der Karlsuniversität Prag, dem Institut für Musikwissenschaft Weimar–Jena sowie dem Institut für tschechische Literatur AV ČR ein dem Leben und Werk des Literaturhistorikers, Kritikers und Übersetzers Arnošt Kraus gewidmetes Symposium statt. Die einführenden Vorträge bestreiten Steffen Höhne, Václav Smyčka und Ludger Udolph, während des Symposiums werden u. a. auch Lucie Merhautová, Václav Petrbok und Michal Topor mit Beiträgen vertreten sein. Mehr hier.

Jana Dušek Pražáková: Die Kurorte als ein Theater, in dem jeder gleichzeitig Schauspieler und Zuschauer ist (4. 10. 2017)

Das deutsch-tschechische E*forum konzentriert sich in seinem dieswöchigen Beitrag auf das Buch Literarischer Reiseführer Böhmisches Bäderdreieck. Karlsbad, Marienbad, Franzensbad (2016) der Autoren Roswitha Schieb und Václav Petrbok. „Aus dem Text wird deutlich, warum Karlsbad, Marienbad und Franzensbad zum Magnet auch für einen bestimmten Teil der intellektuellen Elite wurden. Das Buch ist nämlich konzipiert als multiperspektivische Darstellung des Genius loci einer der bemerkenswertesten Regionen Europas der damaligen Zeit, einer Region, in der alle zusammenkamen, die hier einerseits ihre körperlichen Leiden heilen, andererseits das Geheimnis der Orte ein wenig lüften wollten, über die man überall so viel redete.“

Der Ackermann und der Tod in Prag (25. 9. 2017)

Am Samstag, den 14. 10 2017 wird ab 20 Uhr in der Prager St.-Antonius-Kirche die Vorstellung Der Ackermann und der Tod von Johannes von Tepl zu sehen sein. Dieses mittelalterliche Streitgespräch wird in Form einer szenischen Lesung mit Orgelmusik von Dr. Wolfgang Schwarz, Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein, in Zusammenarbeit mit der Repräsentanz des Freistaats Bayern in der Tschechischen Republik veranstaltet. Die Vorführung findet in deutscher Sprache statt; mehr hier.

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