Aktuelles im IPSL
Václav Maidl schreibt über das Buch Sto let jedné židovské rodiny na českém venkově (8. 1. 2026)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Václav Maidl über das Buch Sto let jedné židovské rodiny na českém venkově [Hundert Jahre einer jüdischen Familie auf dem tschechischen Land] (Praha, Karolinum, 2022): „Der Persönlichkeit von Karl Abeles kann man sich in dieser Publikation aus drei Perspektiven nähern. Die erste Perspektive bietet die Einleitung von Kateřina Čapková, die sein individuelles Schicksal mit den historischen Prozessen der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kontextualisiert […]. In der zweiten Perspektive wird Abeles in den Erinnerungen seiner Tochter dargestellt, und die dritte Perspektive entsteht im Kopf des Lesers selbst aus dem, was die Briefe über den Verfasser aussagen. In allen drei Perspektiven erscheint Karl Abeles als entschlossener, tatkräftiger Mann, der das wirtschaftliche und politische Geschehen verfolgt.“
Otto Pick und Julius Mader über R. M. Rilke (4. 12. 2025)
E*forum bringt zum heutigen Jubiläum zwei Texte über R. M. Rilke, die von Štěpán Zbytovský herausgegeben und mit einer Einleitung versehen wurden – auch mit Blick auf die Ausstellung Rainer Maria Rilke und die tschechischen Länder – Formen der (Nicht-)Präsenz, die am Montag, dem 8. Dezember, im Literaturmuseum eröffnet wird.
Barbara Köpplová schreibt über das Buch Deutsche in der Tschechoslowakei (28. 11. 2025)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Barbara Köpplová über das Buch Deutsche in der Tschechoslowakei. Die Berichterstattung der Reichenberger Zeitung 1932–1935 von Andreas Morgenstern (Berlin: Metropol, 2024): „Die historische Darstellung der Tschechoslowakei, die als Abbild der politischen Ereignisse auf den Seiten der Reichenberger Zeitung suggeriert wird und eher sparsam durch fachliche historische Literatur korrigiert wird, vermittelt einen interessanten zeitgenössischen Blickwinkel […]. Der heutige Leser hat so die Möglichkeit, anhand der Ereignisse jener Zeit die Komplexität der Veränderungen in der Haltung der deutschsprachigen Bevölkerung in der ersten Hälfte der 1930er Jahre zu verstehen.“
Marit Heuß und Benjamin Krutzky schreiben über die Rilke-Forschung (5. 11. 2025)
Im Dezember jährt sich der 150. Geburtstag von Rainer Maria Rilke, dessen Jubiläum durch die internationale Tagung Von Prag nach Europa gewürdigt wurde, die vom 17. bis 20. September 2025. Das Programm umfasste Lesungen, Diskussionen und künstlerische Darbietungen, in denen sich Rilke als ein für die heutige europäische Realität aktueller und inspirierender Autor erwies. Über den Konferenzblock, der der jüngsten Forschergeneration aus der Initiative Junge Rilke-Forschung gewidmet war, berichten für E*forum die Moderator*innen Marit Heuß und Benjamin Krutzky; ihren Beitrag leitet Lucie Merhautová ein.
Thomas Oellermann schreibt über das Buch Na football! (24. 9. 2025)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Thomas Oellermann über das Buch Na football! Fotbalové diváctví a fanouškovská kultura v českých zemích do roku 1939 (Praha: NLN, 2022) von Martin Pelc: „Es gibt bislang nur wenige Arbeiten, die sich umfänglich mit der Rolle des Sports in den Diktaturen beschäftigen. Was vor allem auch zu fehlen scheint, ist ein Blick von unten. Sportgeschichte lässt sich in einer Perspektive von oben schreiben, d.h. es lässt sich immer die Sportpolitik von Staaten oder die Politik von Verbänden bzw. Vereinen anlegen. Ungleich schwieriger ist es aber, zu untersuchen, welche Rolle hierbei die einzelne Sportlerin, der einzelne Sportler, Zuschauerinnen und Zuschauer spielten. Vor diesem Hintergrund ist das Buch von Pelc in seiner Tiefe zu begrüßen“.



















