Aktuelles im IPSL
Robert Saudek schrieb über die russische Riviera (10. 6. 2026)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums stellt Michal Topor Robert Saudek (1880–1935) vor – insbesondere alls Autor mehrerer Texte, die ein bestimmtes Reiseerlebnis verarbeiten. „Er selbst begab sich erst im Frühjahr 1911 in den Kaukasus; die erste Frucht seiner Erlebnisse war der Artikel Der fürstliche Regisseur […]. Am selben Tag veröffentlichte er ein Feuilleton mit dem Titel Diplomaten zur See, Ende Juli desselben Jahres erschien dann ein Text mit dem Titel Die russische Riviera. […] Mitte August veröffentlichte Saudek in der Baltischen Post den Artikel Kaukasische Naturkünstler, in dem er – vor dem Hintergrund früherer Berliner Erfahrungen mit russischem Tanz und Ballett – versuchte, auch rudimentäre Züge der kaukasischen Tanzkultur zu erfassen.“ Einer dieser Texte (Die russische Riviera) ist beigefügt.
Vlasta Reittererová schreibt über das Buch Der Klang der Monarchie (28. 5. 2026)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Vlasta Reittererová über das Buch Der Klang der Monarchie. Eine musikalische Geschichte des Habsburgerreichs von Philipp Ther (Berlin: Suhrkamp, 2025): „Philipp Ther stellt sich die Frage, was das multiethnische Habsburgerreich so lange zusammengehalten habe. Als dessen „Kitt“ versteht er die Musik, die man ,in jener Zeit zu betrachten [hat], in der sie entstand, und nicht als zeitlose und somit ahistorische Kunst‘.“
Jiří Holý schreibt über die Tagebücher von Willy Mahler (15. 5. 2026)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Jiří Holý über Die Tagebücher von Willy Mahler aus Theresienstadt (Terezínský deník 1942–1944, hg. von Tomáš Fedorovič, Terezín, 2024): „Es handelt sich zweifellos um das bedeutendste Ego-Dokument zu Theresienstadt. Dank seiner privilegierten Stellung (er war Blockleiter, sogenannter ‚grupáč‘, und nahm an den regelmäßigen Besprechungen der Selbstverwaltungsfunktionäre teil) hielt Mahler nicht nur den Alltag im Ghetto aus der Perspektive eines Häftlings fest, sondern auch viele Ereignisse und Fakten, die den gewöhnlichen Internierten verborgen blieben.“
Hana Šmahelová schreibt über das Buch Tvořeni literaturou (6. 5. 2026)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Hana Šmahelová über das Buch Tvořeni literaturou. Společné dějiny česky a německy psané literatury českých zemí (1780–1920) (hgg. von Václav Smyčka und Václav Petrbok, Prag, 2024): „Die gemeinsame Geschichte hat die traditionelle, linear strukturierte Darstellung, die von einer einheitlichen Idee getragen wird, hinter sich gelassen, ohne jedoch auf die gemeinsame ‚neue Perspektive‘ zu verzichten, die mithilfe des Konstrukts des bürgerlichen Subjekts abgesteckt wurde. Die soziologisch-philosophischen Koordinaten dieses Modells wurden gewählt, um in der Geschichtsbetrachtung die alten (nach Ansicht der Autoren politischen und ideologischen) ‚nationalen Rahmen‘ zu ersetzen.“
Manfred Weinberg schreibt über das Buch France/Kafka. An Author in Theory (22. 4. 2026)
Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Manfred Weinberg über das Buch France/Kafka. An Author in Theory von John T. Hamilton: „Indem er sich auf die französische Rezeption fokussiert, entgeht er der Notwendigkeit, eine eigene Interpretation der Texte vorzulegen. Dennoch wird durch die referierten Lektüren der vielen französischen Schriftsteller, Philosophen und Theoretiker der ‚Horizont‘ Kafka in all seiner Widersprüchlichkeit und Abgründigkeit sehr gut ausgeleuchtet.“



















