E*Forum für (Germano)bohemistik

Das literaturwissenschaftliche Online-Forum des Instituts für Literaturforschung bietet Original-Artikel sowie Rezensionen neuer literaturwissenschaftlicher Publikationen und wissenschaftlicher Editionen. Das E*Forum konzentriert sich auf die Bohemistik im territorialen Sinn, die auch die deutschsprachige Literatur der böhmischen Länder berücksichtigt. Die deutsche Fassung der Artikel zu den deutsch-tschechischen Literatur- und Kulturbeziehungen ist hier zu finden, für alle Beiträge siehe das tschechische E*forum.

Es schreibt Petr Brod (8. 11. 2017)

Der Band Das deutschsprachige Prag, der Ende letzten Jahres vom Adalbert Stifter Verein, einer bekannten Münchener Kulturinstitution der Sudetendeutschen, herausgegeben wurde, hat eine etwas kuriose Entstehungsgeschichte und man kann sich nicht mit dem Buch … mehr

Es schreibt Michal Topor (25. 10. 2017)

Die folgenden Zeilen sollen auf zwei 2014 vom Kitab-Verlag Klagenfurt-Wien herausgegebene Bücher aufmerksam machen: zwei Untersuchungen, welche die bisher weniger reflektierten Hintergründe sowie die Residuen von Musils Schaffensbahn aufdecken, dazu … mehr

Es schreibt: Martina Niedhammer (11. 10. 2017)

Leopold Kompert (1822–1886) könnte mit Recht als ein Klassiker der deutsch(sprachig)-jüdischen Literaturgeschichte gelten, zeichnen doch seine seinerzeit vielgelesenen „Ghettogeschichten“ in feinen Nuancen das ländliche … mehr

Es schreibt Jana Dušek Pražáková (4. 10. 2017)

Karlsbad, Marienbad und Franzensbad, die auch als Westböhmisches Bäderdreieck bezeichnet werden, waren seit der Goethezeit ein angesagtes, attraktives Ziel für wohlhabende Kreise. Dank der wohltuenden Wirkung der hiesigen Heilquellen nahmen sie auch … mehr

Es schreibt Václav Šmidrkal (20. 9. 2017)

Edvard Beneš (1884–1948) gehört auf tschechischer wie internationaler Bühne zweifelsohne zu den umstrittensten Politikern des 20. Jahrhunderts. Während einige ihn unkritisch positiv als „Präsidenten des Aufbaus“ … mehr

Es schrieb J. L. Fischer (13. 9. 2017)

Zum achtzigsten Geburtstag Tomáš Garrigue Masaryks (7. 3. 1850 – 14. 9. 1937) veröffentlichte der Philosoph und Soziologe, Analytiker und Kultursynthetiker Josef Ludvík Fischer (1894–1973) die metaphorische … mehr

Es schrieben Otokar Fischer und Pavel Eisner (30. 8. 2017)

Zu den historischen Momenten, in denen die Notwendigkeit, die Aufgaben der tschechischen Germanistik neu zu definieren, mit der Schwierigkeit einherging, diese Disziplin vor den Augen der tschechischen bzw. tschechoslowakischen Öffentlichkeit zu legitimieren, … mehr

Es schreibt: Lena Dorn (16. 8. 2017)

Im Kapitel 98 (Aus einem Staat, der an einem Sprachfehler zugrunde gegangen ist) seines Manns ohne Eigenschaften schrieb Robert Musil: „Man tut heute so, als ob der Nationalismus lediglich eine Erfindung der Armeelieferanten wäre, aber man sollte es … mehr

Es schreibt: Ingeborg Fialová-Fürstová (2. 8. 2017)

Während der ersten Begegnung und Beschäftigung mit dem Werk Johannes Urzidils in meiner Studienzeit bin ich immer wieder auch auf den Namen seiner Gattin Gertrude, geborene Thieberger, der Tochter des Prager Rabbiners Karl Thieberger und Schwester des … mehr

Es schreibt: Kristýna Solomon (19. 7. 2017)

2016 erschien im Heidelberger Winter Verlag Jan K. Hons Monografie Übersetzung und Poetik. Der deutsche Prosaroman im Spiegel tschechischer Übersetzungen der Frühen Neuzeit. Wie schon der Titel verrät, beschäftigt sich der Autor … mehr

Tilman Kasten und Václav Petrbok zum Otokar-Fischer-Preis (12. 7. 2017)

Im ersten Jahr seiner Vergabe geht der Otokar-Fischer-Preis an Tilman Kasten für sein Buch über die Wallensteinromane von Alfred Döblin und Jaroslav Durych (Historismuskritik versus Heilsgeschichte, Böhlau 2016). Der Preis wurde gemeinsam mit dem F. … mehr

Es schreibt: Kathrin Janka (28. 6. 2017)

Tilman Kastens Historismuskritik versus Heilsgeschichte ist eine komparatistische Arbeit von einer Art, von der man sich im tschechisch-deutschen Kontext noch viele weitere wünschen würde. Die Dissertationsschrift, die 2014 an der Universität … mehr

Es schreibt: Jürgen Serke (21. 6. 2017)

Der deutsche Schriftsteller und Publizist Jürgen Serke (geb. 1938) befasst sich in seinem gesamten Werk mit verfolgten und lange Zeit übergangenen Künstlern. Moderne tschechische Autoren wie auch deutschsprachige Schriftsteller aus den böhmischen … mehr

Es schreiben Libuše Heczková und Eva Jelínková (7. 6. 2017)

Der F. X. Šalda- und der Otokar-Fischer-Preis 2017 Zum 21. Mal wird im Juni 2017 der F. X. Šalda-Preis für außergewöhnliche Publikationsleistungen auf dem Gebiet der tschechischen Kunstkritik verliehen. Die Geschichte des Preises … mehr

Es schreibt: Václav Smyčka (24. 5. 2017)

Die Anfänge der tschechischen Germanobohemistik? Die Tätigkeit tschechischer Institutionen, die sich mit den deutsch-tschechischen Literatur- und Kulturbeziehungen in Böhmen und Mähren beschäftigen, zeugt in den letzten Jahren … mehr

Es schrieb: Arnošt Kraus (10. 5. 2017)

„Solange die Geschichte unseres Geisteslebens bei der Erforschung tschechisch geschriebener Werke endet, wird es unmöglich sein, sich ein befriedigendes Bild über das Erwachen der tschechischen Literatur am Beginn unseres Jahrhunderts zu machen. Zur … mehr

Es schreibt: Murray G. Hall (26. 4. 2017)

Im Gegensatz zu jenen Schriftstellern in Österreich, die nicht emigrierten/emigrieren mussten und während des Zweiten Weltkriegs schrieben und veröffentlichten, genießen ihre schreibenden Kollegen im Ersten Weltkrieg mit Dienst für … mehr

Es schreibt: Lucie Antošíková (12. 4. 2017)

Die Zeit des Protektorats Böhmen und Mähren gehört noch immer zu den wenig erforschten Zeiträumen der tschechischen Literaturgeschichte. Die umfangreiche Studie NS-Kulturpolitik im Protektorat Böhmen und Mähren, Konzepte, … mehr

Es schreibt: Libuše Heczková (5. 4. 2017)

Die Vielfalt der Vereinsamung Gegen Ende 2016 gab das Masaryk-Institut und Archiv der tschechischen Akademie der Wissenschaften Lucie Merhautovás Paralely a průniky. Česká literatura v časopisech německé moderny … mehr

Es schreibt: Jakub Raška (29. 3. 2017)

„Zu jeder Zeit gibt es viel mehr Literatur, als im literaturgeschichtlichen Gedächtnis behalten werden kann. Auf die Entdeckung unbekannter Meisterwerke ist nicht zu hoffen. Ich meine aber, es hat einen Sinn, einen Schriftsteller, der einen wesentlichen … mehr

Es schreibt: Martin Hořák (15. 3. 2017)

Im September letzten Jahres sind in der neu gegründeten Museumsenklave in der Masaryk-Straße im nordböhmischen Liberec (Reichenberg) zwei thematisch miteinander verbundene Ausstellungen zu Ende gegangen. Das Nordböhmische … mehr

Es schrieb: Alfred Endler (1. 3. 2017)

In seinem Buch Historismuskritik versus Heilsgeschichte über die Wallenstein-Romane Alfred Döblins und Jaroslav Durychs hat Tilman Kasten (in einer Fußnote, S. 336) unlängst auf Alfred Endler als einen der Interpreten von Döblins … mehr

Es schreibt: Nikola Mizerová (15. 2. 2017)

Die Publikation Experimentelle Poesie in Mitteleuropa, hervorgegangen aus dem gleichnamigen Hünfelder Kolloquium (Oktober 2013), behandelt erstmals das mitteleuropäische Bindeglied auf dem Gebiet der experimentellen Poesie und betrachtet aus neuer Perspektive … mehr

Es schreibt: Václav Smyčka (1. 2. 2017)

Die moderne europäische Gesellschaft hat sich angewöhnt, ihren Ursprung in der Zeit der Aufklärung zu suchen. Michel Foucault fand darin die Wurzeln der dezentralisierten (Bio)Macht, Jürgen Habermas die Anfänge der kritischen … mehr

Es schreibt: Ladislav Futtera (18. 1. 2017)

Ende 2015 gab die Regionale wissenschaftliche Bibliothek (Krajská vědecká knihovna) Liberec unter der editorischen Leitung von Marek Sekyra, Otokar Simm und (dem neu hinzugekommenen) Tomáš Cidlina den bereits vierten Band einer … mehr

Es schreibt: Jakub Sichálek (4. 1. 2017)

Doppelheimat II Durch die konzeptuellen Veränderungen der tschechischen Literaturgeschichte kam es zwangsläufig auch zur Neubewertung von anderen als tschechischsprachigen bohemikalen Schriften. Der nationale deutsch-tschechische Antagonismus, der in … mehr

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