Aktuelles im IPSL

Petr Brod schreibt über Das deutschsprachige Prag (8. 11. 2017)

Der neue Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums befasst sich mit dem Band Das deutschsprachige Prag (DP), der Ende letzten Jahres vom Adalbert Stifter Verein herausgegeben wurde, im Kontext mit der tschechischen Publikation von 2014 Německy mluvící Praha. Galerie osobností (NMP). [Das deutschsprachige Prag. Eine Galerie der Persönlichkeiten.] „Das NMP ist ein kollektives Werk von etwa fünfzig Schülerinnen und Schülern des Prager Gymnasiums Na Zatlance, die sich unter Anleitung ihres Lehrers Radek Aubrecht längere Zeit mit der Rolle der Deutschen in der tschechischen Gesellschaft ab dem 18. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges beschäftigt haben. Aus den gewonnenen Erkenntnissen erarbeiteten sie Texte, die sie in der zweigeteilten Publikation zusammenfassten: zum einen in einem dreißigseitigen narrativen Einleitungskapitel über Das Leben der deutschen Gemeinschaft, zum anderen im 220-seitigen Biografischen Lexikon. Herausgegeben wurde der Band vom Gymnasium selbst, in Kooperation mit dem Prager Franz-Kafka-Verlag [Nakladatelství Franze Kafky] und mit finanzieller Unterstützung einiger Geldgeber, unter anderem des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.“

Michal Topor schreibt über zwei Bücher zu Robert Musil (25. 10. 2017)

Der aktuelle Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums soll „auf zwei 2014 vom Kitab-Verlag Klagenfurt-Wien herausgegebene Bücher aufmerksam machen: zwei Untersuchungen, welche die bisher weniger reflektierten Hintergründe sowie die Residuen von Musils Schaffensbahn aufdecken, dazu noch – vor allem im ersten Fall – mit einem böhmischen, bzw. mährischen Schwerpunkt.“ Es handelt sich um Karl Corino: Begegnung dreier Berggipfel. Alfred, Alois a Robert Musil und Regina Schaunig: Der Dichter im Dienst des Generals. Robert Musils Propagandaschriften im Ersten Weltkrieg.

Michal Topor zum neuen Direktor des IPSL ernannt (17. 10. 2017)

Neuer Leiter des Instituts für Literaturforschung ist seit kurzem der Literaturhistoriker und Herausgeber Michal Topor. Mit dem Institut arbeitet er schon seit seinen Anfängen zusammen, er bereitete in seinem Rahmen die Monografie Berlínské epizody (Berliner Episoden, 2015) und die Anthologie Čtení o Jaroslavu Vrchlickém (Lesung über Jaroslav Vrchlický, 2014) vor, z. Z. beendet er eine Monografie über Arne Laurin. Als Direktor des IPSL löst er Eva Jelínková ab, die das Institut seit seiner Gründung im Jahre 2010 führte. Der Verwaltungsrat des IPSL nahm den Rücktritt der bisherigen Direktorin an und ernannte Michal Topor am 2. Oktober 2017, seinem Versammlungstag, zum neuen Direktor.

Martina Niedhammer schreibt über Leopold Kompert und seine „Ghettogeschichten“ (11. 10. 2017)

Im neuesten Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums widmet sich Martina Niedhammer der Dissertation von Ingrid Steiger-Schumann Jüdisch‑christliche Liebesbeziehungen im Werk Leopold Komperts. Zu einem Zentralmotiv des böhmisch‑jüdischen Schriftstellers (1822–1886). „Steiger-Schumanns Ansatz, Komperts Umgang mit interreligiöser Partnerwahl und Ehe und damit Fragen nach dem Wandel jüdischen Selbstverständnisses in das Zentrum ihrer Studie zu rücken, war Anfang der 1980er Jahre äußerst innovativ. Die Notwendigkeit dieser und ähnlicher Forschungsfragen unterstreicht nicht zuletzt ein Brief Gershom Sholems an Steiger-Schumann vom Oktober 1981. Darin erteilt er einer positiven Deutung des Kompertschen Lebensmodells, wie es Ingrid Steiger-Schumann aus dessen Texten heraus entwickelt – eine Annäherung an die nichtjüdische Umgebung bei gleichzeitigem Fortbestehen einer jüdischen Bindung –, aus der Perspektive der Shoah freilich eine Absage.“

Symposium zu Arnošt Kraus (5. 10. 2017)

In der Zeit vom 5. bis 6. Oktober findet in den Räumlichkeiten der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität Prag unter Mitwirkung von Herder Forschung Marburg, dem Institut für Germanische Studien der Karlsuniversität Prag, dem Institut für Musikwissenschaft Weimar–Jena sowie dem Institut für tschechische Literatur AV ČR ein dem Leben und Werk des Literaturhistorikers, Kritikers und Übersetzers Arnošt Kraus gewidmetes Symposium statt. Die einführenden Vorträge bestreiten Steffen Höhne, Václav Smyčka und Ludger Udolph, während des Symposiums werden u. a. auch Lucie Merhautová, Václav Petrbok und Michal Topor mit Beiträgen vertreten sein. Mehr hier.

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