Aktuelles im IPSL

Agnes Kim schreibt über das Deutschlernen „von unten“ (5. 12. 2018)

Der neue Beitrag des deutsch-tschechischen E*forum behandelt das Deutschlernen von unten, wie es in seiner Publikation Deutschlernen „von unten“: Böhmakeln und Kuchldeutsch das Autorenteam Bettina Morcinek, Veronika Opletalová, Helmut Glück a Karsten Rinas beschrieb. „In Ermangelung authentischer Quellen sichtet das Buch v. a. literarische Zeugnisse für „Böhmakeln“ und „Kuchldeutsch“, verortet sie historisch und im weiteren Sinne auch literaturgeschichtlich. Daran schließt eine beispielreiche Aufzählung sprachlicher Phänomene an, die als für die Bezugsregister typisch erachtet werden. An die rund 150-seitige, in sechs Teilkapitel gegliederte fachliche Abhandlung schließt ein Abdruck ausgewählter Quellen selben Umfangs an. Die dem Buch beiliegende CD (24 Ton- und Musikbeispiele) soll einen Eindruck vom Klang der untersuchten, primär historisch gesprochenen Register vermitteln.“

Ferdinand Deml und Julius Mader schreiben über sudetendeutsche Literatur (21. 11. 2018)

Die aktuelle Ausgabe des deutsch-tschechischen E*forum bringt Texte von zwei weniger bekannten Beiträgern der Zeitschrift Die Wahrheit zum Thema „sudetendeutsche Literatur“, nämlich von Ferdinand Deml und Julius Mader. Keiner der zitierten Beiträge postuliert eine unproblematische Einheit der deutschsprachigen Literatur in der Tschechoslowakei, sie propagieren allerdings auch keineswegs eine grundlegende Trennung zwischen der Metropole und den Regionen. Sie lassen sich so gesehen als Anregungen zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit den damaligen Reflexionen über die Literatur (in beiden Fällen zusammenfassend als ‚sudetendeutsch‘ bezeichnet) betrachten, die sich der exklusiven Alternative ‚Einheit‘ vs. ‚Vielfalt‘/‚Dualität‘ widersetzen.“

Lucie Merhautová schreibt über Maria Stona (7. 11. 2018)

Der neueste Beitrag des deutsch-tschechischen E*forum ist dem 2014 herausgegebenen Buch von Martin Pelc Maria Stona und ihr Salon in Strzebowitz gewidmet. „Wohl weil das Buch in Tschechien auf Deutsch erschien und nur wenig vertrieben wurde, ist es unberechtigterweise etwas untergegangen. Die einführende Studie hätte auch eine Übersetzung ins Tschechische verdient, und weiteres Interesse an der Autorin könnte eine Neuausgabe ihrer literarischen Arbeiten hervorrufen – ihr letzter Erzählband erschien 1962 unter dem Titel Dorfgestalten aus dem Vorfeld von Groß-Ostrau und war auf Tschechisch in Form einer modernen Übersetzung noch nicht zu entdecken...“

Štěpán Zbytovský schreibt über Paul Adler (24. 10. 2018)

Im aktuellen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forum äußert sich Štěpán Zbytovský zur Publikation Annette Teufels mit dem Titel Der ‚un-verständliche‘ Prophet. Paul Adler, ein deutsch-jüdischer Dichter. „Annette Teufels Buch bietet eine eigenwillige und gut in Adlers Texten verankerte Interpretation seines Werks. Es lässt jedoch auch Raum zu weiterer Forschung: Eingehendere Betrachtung verdient z. B. Adlers Stellung im Kontext der Prager Moderne um 1900, mehr oder weniger unbearbeitet bleiben auch die Zusammenhänge seines publizistischen Schaffens in den zwanziger und dreißiger Jahren, insbesondere die zahlreichen Artikel für die Prager Presse, wie auch die Motive und Umstände der Herausgabe einer Adler gewidmeten Themenausgabe der Aktion im Juni 1916. Dies ändert allerdings nichts daran, dass jeder weitere Beitrag zur Adler-Forschung in einen zweifellos fruchtbaren Dialog mit dieser Publikation treten wird.“

Markéta Balcarová schreibt über Anna Seghers und Lenka Reinerová (10. 10. 2018)

Der neueste Beitrag des deutsch-tschechischen E*forum behandelt den Sammelband „Mir hat immer die menschliche Solidarität geholfen.“ Die jüdischen Autorinnen Anna Seghers und Lenka Reinerová (2016), der von Viera Glosíková, Ilse Nagelschmidt und Sina Meißgeier herausgegeben wurde. „Die Beiträge handeln von den beiden Autorinnen, die sich persönlich kannten und ihre jüdischen Wurzeln, ihre kommunistische Gesinnung und ähnliche Schicksalslinien teilten (beide waren betroffen von der Ermordung ihrer Familienmitglieder sowie vom Zwangsexil in Mexiko während des Zweiten Weltkriegs). […] Der Sammelband enthält insgesamt neun Studien, eingeteilt in drei Sektionen mit den Titeln Text und Kontext, Existenz- und Identitätsproblematik und Sprachreflexionen.“

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