Aktuelles im IPSL

Ivo Habán schreibt über Hugo Steiner-Prag (22. 9. 2021)

Der heutige Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums beschäftigt sich mit der Monographie Hugo Steiner-Prag, die Pavel Růt im Jahre 2018 im Verlag Arbor vitae herausgab. „Die Bandbreite seiner Aktivitäten war zudem auch lange eher ein Hindernis für ein komplexeres Aufarbeiten seines künstlerischen Vermächtnisses. Auch wenn er sich als Illustrator und Gestalter von Büchern etabliert hat, sollte man ihn gleichermaßen als souveränen Künstler respektieren – als Grafiker, Maler sowie auch als Pädagoge. Hugo Steiner-Prag war kurz gesagt in mehreren Fachgebieten aktiv, und jedes davon kann sich ruhig aus der eigenen Perspektive auf den entsprechenden Teil seines Werkes konzentrieren. Aus internationaler Perspektive kann man ihn vor allem als Prager Europäer bezeichnen. Es ist also logisch und aus der Sicht der tschechischen Kultur sehr verdienstvoll, dass es zu ihm nun eine Monografie gibt, die auch den tschechischen LeserInnen zugänglich ist.“

Matouš Jaluška schreibt über Peter von Zittau (1. 9. 2021)

Der heutige Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums beschäftigt sich mit der Publikation Běla Marani-Moravovás Peter von Zittau. Abt, Diplomat und Chronist der Luxemburger, die 2019 erschien. „Die Herangehensweise von Marani-Moravová an den Stoff ist in erster Linie historisch, sie konzentriert sich auf Fakten (die Monografie stützt sich auf ihre Dissertation im Fach der Geschichte des Mittelalters, die sie an der Universität von Bern verteidigt hatte), die neuen Elemente nach der Überarbeitung betreffen v. a. den Bereich der Geistesgeschichte. Dies zeigt sich in Gänze im ersten Buchteil, in dem der Leser mit der Geschichte der Böhmischen Länder im dargestellten Zeitraum, mit der Geschichte des Königssaler Klosters, mit dem Leben und Werk von Peter von Zittau (sein Werk wird – wie eben angeführt – sehr breit aufgefasst) im Kontext der mitteleuropäischen Historiographie und des zeitgenössischen theologischen Diskurses bekannt gemacht wird.“

Marie Bláhová schreibt über das Thema des „Fremden“ (25. 8. 2021)

Im aktuellen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums bringen wir die Buchbesprechung der Historikerin Marie Bláhová zum Buch von Anna Aurast mit dem Titel Fremde, Freunde, Feinde. Wahrnehmung und Bewertung von Fremden in den Chroniken des Gallus Anonymus und des Cosmas von Prag, das 2019 erschien. „Mit Hilfe der Analyse zweier neun Jahrhunderte alten Chroniken konnte Anna Aurast zeigen, dass die Problematik der Einstellung von Menschen zu den/dem ‚Fremden‘ für die menschliche Gesellschaft langfristig bezeichnend ist. Die Ergebnisse ihrer Forschung erweisen sich somit auch heute als aktuell.“

David Sogel schreibt über Spuren der tschechischen Kultur in München (11. 8. 2021)

Der neueste Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums ist dem Buch Jozo Džambos mit dem Titel Böhmische Spuren in München. Geschichte, Kunst und Kultur gewidmet, das 2020 im Münchner VolkVerlag erschien. „Neben dem Kulturbereich (wie etwa Musik, Film, Architektur oder Literatur), den die meisten Studien aus verschiedenen Perspektiven fokussieren, werden auch die üblicherweise weniger reflektierten Aspekte im Buch berücksichtigt – wie etwa deutsch-tschechische Toponyme oder die Kochkunst. In allen Texten liegt der Akzent auf dem 19.–21. Jahrhundert, auch wenn dies von den Autoren nicht als Absicht proklamiert wird.“

Rudolf Kučera schreibt über österreichische Geschichte (21. 7. 2021)

Der letzte Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums ist dem Buch Ernst Bruckmüllers mit dem Titel Österreichische Geschichte. Von der Urgeschichte bis zur Gegenwart gewidmet, das 2019 im Böhlau-Verlag erschien. „Eine Gesamtgeschichte Österreichs zu schreiben, war nie eine leichte Aufgabe. Das heutzutage national klar abgegrenzte Staatsgebilde südlich des heutigen Tschechiens ist bekanntlich ein relativ neues Konstrukt, genauso wie die Vorstellung eines Österreichers, der sich mit diesem Staat identifiziert. Die Grundfrage ‚Was ist Österreich eigentlich und wer waren seine Einwohner?‘ wird daher im Hinblick auf die Vergangenheit sehr unterschiedlich beantwortet. Trotzdem, oder gerade deswegen, weist die österreichische Historiographie – geht es um große Synthesen – eine reiche Tradition auf.“

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