Aktuelles im IPSL

Lenka Vodrážková vergleicht Tschechisch und Deutsch als Fachsprachen (7. 8. 2019)

Im aktuellen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forum widmet sich Lenka Vodrážková der Publikation Tschechische und deutsche Wissenschaftssprache im Vergleich. Wissenschaftliche Artikel der Linguistik der Autorin Agnes Goldhahn, die das Tschechische und Deutsche als Fachsprachen vergleicht. „Der deutsch-tschechisch Vergleich wird jedoch durch viele zeitgenössische monolinguale Beschreibungen verzerrt, die auf diverse Theorien, Methodologien und Terminologien zurückgehen. Als Folge eines bereits in den 1970er Jahren beginnenden, deutlichen Übergangs von der System- zur Parole-Beschreibung (im Falle des Textes sowie der Sprachhandlung) verlagerte sich das Interesse der Konfrontationsforschung vom Vergleich sprachlicher Strukturen hin zu textlinguistischen und pragmatischen Problematiken.“

Franz Schulz schrieb über Mutter Prag (24. 7. 2019)

Der neueste Beitrag des deutsch-tschechischen E*forum ist dem Schriftsteller und Drehbuchautor Franz Schulz und seinem Text über Prag aus dem Jahre 1921 gewidmet. „Dass Prag auch anders wirken kann, wissen wir. Viele haben über diese Stadt geschrieben; zuletzt Suares. Und es ist klar, dass ein Besucher von reiner Unbefangenheit anders reagiert als Apollinaire. Hermann Bang empfand an der Moldau eine stille, doch nicht ruhige Romantik; eine gefährliche, beunruhigende Stille. Ich glaube übrigens, dass – auch jenseits der zufälligen Befangenheit oder Unbefangenheit – an der Art der Phantastik und des Bizarren, welche ein jeder Sensible in dieser Stadt erblickt, die phantastischen Neigungen zu erkennen sind, die den Menschen in Wahrheit beherrschen.“

Zuzana Jürgens schreibt über die Leipziger Buchmesse (10. 7. 2019)

Das deutsch-tschechische E*forum bringt den Bericht von Zuzana Jürgens über die diesjährige Buchmesse in Leipzig, wo Tschechien das Gastland war. „Die Aufmerksamkeit der Rezensent/innen konzentrierte sich auf die bereits vertrauten Namen: Jáchym Topol, Radka Denemarková, Kateřina Tučková und Jaroslav Rudiš (der durch die Nominierung seines auf Deutsch geschriebenen Romans Winterbergs letzte Reise für den Leipziger Buchpreis besonders im Vordergrund stand). Während J. Rudiš seit einigen Jahren mit seinen Büchern und anderen Aktivitäten in den deutschen Medien wahrscheinlich der bekannteste zeitgenössischer tschechischer Schriftsteller in Deutschland ist, verhält es sich bei den anderen drei anders.“

Lucie Merhautová schreibt über die Doppelpublikation von Peter Drews (27. 6. 2019)

Der neue Beitrag des deutsch-tschechischen E*forum beschäftigt sich mit zwei im Jahre 2017 erschienenen Publikationen von Peter Drews Die slavische Rezeption deutscher Literatur. Die Aufnahme deutscher Belletristik in den slavischen Literaturen von den Anfängen bis 1945 und Die deutschsprachige Rezeption slavischer Literatur. Die Aufnahme slavischer Belletristik im deutschsprachigen Raum von den Anfängen bis 1945. „Die wechselseitigen deutsch-tschechischen und tschechisch-deutschen Beziehungen in den böhmischen Ländern sind für Drews eine Angelegenheit von zwei abgetrennten Gruppen, der Tschechen und böhmischen bzw. mährischen Deutschen. Den Wandel kultureller und sprachlicher Präferenzen oder das Phänomen der Mehrsprachigkeit nimmt er nicht besonders zur Kenntnis. Erstaunlicherweise verdrängt oder verschweigt der Autor die Rolle jüdischer Vermittler, ihre spezifische Stellung, ihre spezifischen Motivationen und den wachsenden Anteil dieser Vermittler an Vermittlungsversuchen, in den Literaturverzeichnissen finden sich ferner beinah keine Arbeiten, die sich diesem Thema in der letzten Zeit gewidmet haben.“

Sara Hauser schreibt über die feuilletonistische Konferenz vom September 2018 (12. 6. 2019)

Das deutsch-tschechische E*forum bringt diesmal einen Bericht über die Konferenz Prag im / Feuilleton / in Prag, die Irina Wutsdorff und Ulrike Mascher gemeinsam mit Manfred Weinberg und Štěpán Zbytovský im September 2018 organisierten. „Das Nebeneinander und der Dialog verschiedener feuilletonistischer Zugänge zum urbanen Prager Raum verdeutlichten vor allem Eines: Wie facettenreich Feuilletons komprimiert moderne Geistesgeschichte lesbar machen. Um das Forschen in diesen Zeitschleusen auszudifferenzieren, gilt es zukünftig, Digitalisierungsdesiderate zu beheben und den – auf dieser Konferenz geglückten – bohemistisch-germanistischen Austausch über die noch junge Feuilletonforschung weiter zu befördern.“

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